„Schreiben ist leicht. Man muss nur die falschen Wörter weglassen.“  Stilsicher schreiben mit Mark Twain

Texte wollen gelesen werden. Und Leser wollen sich nicht durch Texte quälen.  Ein guter Text ist prägnant, klar und einfach geschrieben – das meinte zumindest der amerikanische Autor Mark Twain. Wer seinen Schreibstil verbessern möchte, kann viel von seinen Vorschlägen lernen:

 „Verwende eine klare, einfache Sprache, deutliche Wörter und kurze Sätze. Lass keine Fussel in deine Sprache und verzichte auf Wortfülle.“

Eine blumige Sprache scheint nur auf den ersten Blick hochwertig. Meist ist sie anstrengend zu lesen. Klare und kurze Sätze hingegen sind zugänglich. Fremdwörter verkomplizieren den Satz – und nehmen dem Text Kraft.

„Hätte ich mehr Zeit gehabt, wäre der Text kürzer.“

Nur die wenigsten Texte werden ganz gelesen. Wer seine Leser nicht nach dem ersten Absatz verlieren will, muss direkt zum Punkt kommen. Und kurze, prägnante Texte brauchen Zeit. Den Text auf den Punkt zu bringen, den Kern herauszuarbeiten – das braucht Zeit und Konzentration. Hinter einem guten Text steht ein klares Konzept. Was will ich sagen? Was ist für mein Argument relevant und was kann man weglassen?

„Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigen ist derselbe Unterschied wie zwischen dem Blitz und einem Glühwürmchen.“

Das beinahe richtige Wort bringt deine Leser dazu, über den Text nachzudenken. Aber beim richtigen Wort erfahren sie den Text unmittelbar – ohne darüber zu nachzudenken. Der Text wirkt direkt.

„Je mehr du erklärst, desto weniger verstehen deine Leser.“

Ausholende Erklärungen, die das Argument bis in letzte Detail erklären, machen Texte nicht verständlicher. Sondern verworren. Damit erzeugt man unentwirrbare Knoten – oder Langeweile.  Wer kurz, klar und einfach schreibt,  ist besser beraten.

„Wenn du ein Adjektiv siehst, bring es um. Nein, ich meine nicht alle Adjektive, aber töte die meisten – umso wertvoller werden die übrigen sein.“

Viele Adjektive schwächen sich gegenseitig ab und der Text wird holprig. Wirkung entfalten sie dann, wenn sie selten eingesetzt werden.

 „Verzichte auf das Wort sehr.“

Das Wort sehr sollten wir aus unserem Wortschatz streichen. Man sollte schwache Wörter nicht verstärken, sondern gleich auf starke setzen. Die Frau ist nicht sehr groß, sondern riesig. Der Mann geht nicht sehr schnell, sondern er hastet.

 

 

 

2 Kommentare

  1. naja, bei näherer Betrachtung kann ich dem nur wenig zustimmen, auch für Twains Texte selbst hat das wohl nur peripher zu tun. Aber Kurz würde das wiederum als weiteren Baustein für seine Auftritte verstehen, Schwurbeln in klar verständlichen Sätzen sozusagen, sorry

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